MĂ€rtyrer

FĂŒr grĂ¶ĂŸere Bilddarstellung und Beschreibung der Ikonen bitte auf die Bilder klicken.

Das Wort MĂ€rtyrer kommt aus dem griechischen: martys = "Zeuge" Im allgemeinen bezeichnet man so jeden Menschen, der fĂŒr eine "Idee" Verfolgung erleidet (er macht sich oder wird zum MĂ€rtyrer gemacht)...
insbesondere die im Tode oder bei drohender Todesgefahr standhaft am Glaubensbekenntnis festhaltenden Christen (das Martyrium erleiden).
Auch im Judentum finden sich viele Beispiele fĂŒr standhaftes Leiden (Mak-KabĂ€erbriefe). In dieser Zeit kam es zur Entwicklung eines reichen Motivrepertoires, an das das NT und die Kirche anknĂŒpfen konnten.
Damit verbunden ist das Entstehen einer eigenen MĂ€rtyrerliteratur in Form von Berichten, Legenden und Apokalypsen (Jesajas Martyrium und Himmelfahrt)
Nach dem Neuen Testament hat der Zeuge Jesus Christus fĂŒr seinen Glauben öffentlich einzutreten (Matth. 10,18). Der MĂ€rtyrer wurde mit Ehrfurcht gedacht (Stephanus: Apg.7).
Der Gedanke der besonderen GottesnÀhe des MÀrtyrers taucht aber erst in neutestamentlichter Zeit auf; motivierend ist der Wunsch, es dem Leiden Jesus Christus gleichzutun. So wurde das Martyrium als gleichwertig mit der Taufe betrachtet ("Bluttaufe").
Seit dem 2.Jhd. werden sie in der Kirche als Heilige verehrt, was zum Heiligen dienst fĂŒhrte -...und in diesem Jahrhundert und neuen Jahrtausend, wo auch noch-viele Menschen- fĂŒr ihren Glauben, fĂŒr ihre politische Einstellung (Einsatz fĂŒr die Menschenrechte, fĂŒr Freiheit, Gerechtigkeit,UnabhĂ€ngigkeit...) sterben mĂŒssen und auch noch in den Tod gehen...- was ist damit!? Aus der Sitte auf MĂ€rtyrergrĂ€bern das Messopfer darzubringen, rĂŒhrt der Brauch, in die AltĂ€re MĂ€rtyrer-Reliquien einzulegen.
Etwa seit dem Jahre 150 n.Chr. wurden MĂ€rtyrerakten (acta martyrium) angelegt, d.h. die Berichte (Gerichtsprotokolle, Augenzeugenberichte) ĂŒber standhaftes Leiden, Verhör und Tod christlicher (auch jĂŒdischer) MĂ€rtyrer wurden aufgezeichnet und vom 3.Jhd. an in der Liturgie am Jahrestag des betreffenden Heiligen verlesen...(Martyrologium). Dementsprechend abgestimmt sind auch die Motive fĂŒr die Ikonographie (MalbĂŒcher).
Das Fest aller MÀrtyrer feiert die griechische Kirche seit dem 4.Jhd. in der Pfingstwoche, die römische seit dem 8.Jhd. am 1.November.